Die Akte Luftballon: Umweltverschmutzung in allen Farben

Neben Plastikhalmen, Einwegbechern und Zigarettenstummeln, sind auch Luftballons ins Visier der Zero Waste Community gerückt. Und das zu Recht! Einweg, aus Plastik und zu Hundertschaften in den Himmel gestiegen, vermüllen sie unsere Umwelt.
In meiner Tätigkeit als Awareness Managerin am Luftschloss, musste ich einsehen, dass ein striktes Verbot einfach zu viel für den gewöhnlichen Partykonsumenten ist. Die langen Gesichter der Bräute, dass sie noch nicht mal am Tag der Liebe über die Umweltstränge schlagen dürften, haben nicht nur einmal unsere Herzen erweicht. OK, meines nicht. Ich wurde schlichtweg überstimmt!

Aber was tun? Gibt es einen sanften Ballon Entzug? Oder gar einen vernünftigen Umgang?

1. Fairtrade Naturkautschuk statt Plastik

Synthetisch ist schlecht! Naturkautschuk ist besser! Fairtrade Naturkautschuk das einzig Richtige!

Mathias Gosling von Green & Fair erklärt das hier recht gut:
Die Produktion und Gewinnung von Naturkautschuk ist zum Teil mit gravierenden ökologischen und sozialen Problemen belastet. Diese reichen von miserablen Arbeitsbedingungen (unzureichenden Sicherheitsstandards, dauerhaft langen Arbeitszeiten, unangemessener Einsatz giftiger Chemikalien) über Kinder- und Zwangsarbeit bis zu Diskriminierung von Arbeitsmigrant_innen. Außerdem führt die Ausbreitung von Anbauflächen zu Rodungen von teils geschütztem Urwald sowie zu Landrechtsfragen und Landenteignungen der lokalen Bevölkerung. Und neue Plantagen stoßen immer weiter in eigentlich ungeeignete Vegetationszonen vor, weswegen mehr Dünger und Pestizide eingesetzt werden müssen.

Wer sich so richtig in das Thema einlesen möchte, findet auf der Green & Fair Seite noch mehr Infos:
http://greenandfair.info/probleme-kautschukindustrie/

Zu kaufen gibt es diese sowie weitere Produkte wie Gummistiefel oder Haushaltshandschuhe bei https://www.beechange.com/29_

2. Mehrweg statt Einweg

Doch auch unseren sozialökologisch-wertvollen Fairtrade Naturkautschuk Ballon sollten wir mehrmals verwenden. Statt eines Knoten kommt ein Verschluss zum Einsatz. Hat der Ballon seinen Zweck erfüllt, fuddelt man den Schnupsel aus dem Verschluss, entlässt die Luft und verstaut das gute Stück bis zum nächsten Einsatz. In einer Schatzkiste zum Beispiel. Das funktioniert übrigens auch mit Folienballons. Gerade hier kann man wirklich Geld sparen. Wenn man vom 1. bis 100. Geburtstag Zahlenballons möchte, würde das 1910 € kosten. In der Mehrwegvariante schlappe 200 €. Das gesparten Geld kann man dann gleich wieder in Fairtrade Produkte investieren. Oder seine Freunde auf Inselboote einladen. Mehrmals.

Prinzipiell eignen sich alle Verschlüsse. Die einen mehr, die anderen weniger. Bei Öko Papp Verschlüssen kann man zwar die Ballons gut wiederverwenden, den Verschluss allerdings weniger. Da sind Plastikverschlüsse langlebiger – aber eben aus Plastik. Ich habe jetzt mal alles bestellt, was der Markt so hergibt und werde mich durchtesten.

3. Ballonons don´t fly

Tun sie wohl, sollten sie aber nicht. Synthetische Ballons verschmutzen die Umwelt und auch ein Fairtrade Naturkautschuk Ballon wird beim Fliegen zum Einwegprodukt und das haben wir gelernt ist: BAD! Auf https://balloonsblow.org/ wird dieses Thema schon lange thematisiert und zeigt wie vor allem die Tierwelt unter freifliegenden Ballons leidet.

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